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Osnabrücker wird Unternehmer des Jahres in China - Provinz Anhui stellt Hans-Wolf Sievert ins Rampenlicht

Nur einen Monat nach Verleihung der Justus-Möser-Medaille durch die Stadt Osnabrück für sein „außerordentliches Engagement für den wissenschaftlichen und interkulturellen Austausch und die Stärkung der Beziehung zu Osnabrücks chinesischer Freundschaftsstadt Hefei“ ist Prof. Dr. Hans-Wolf Sievert von der Regierung der chinesischen Provinz Anhui in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen zum „Unternehmer des Jahres 2015“ ernannt worden. Mit diesem Titel werden seine Verdienste als Unternehmer in Hefei sowie Brückenbauer auf den Gebieten der Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur in besonderem Maße gewürdigt. Hans-Wolf Sievert: „Ich freue mich sehr, dass ein deutscher Unternehmer und Osnabrücker in unserer Partnerstadt Hefei dergestalt geehrt wird. Ich sehe darin auch eine Wertschätzung unserer in Hefei hergestellten Produkte.“ 

Der Titel "Unternehmer des Jahres 2015" wurde Sievert im Rahmen einer Großveranstaltung mit 1.000 Gästen verliehen. Der Fernsehsender Anhui TV war live dabei und rund 30 Millionen Fernsehzuschauer verfolgten die Veranstaltung. Selbst in Hannover konnten chinesische Staatsbürger zusehen, weil das Ereignis auch weltweit im Internet verbreitet wurde. Der Vertreter der Provinzregierung bezeichnete Sievert als einen Deutschen, "der die chinesische Kultur liebt" und der "eine Freundschaftsbrücke zwischen China und Deutschland" baut. Dabei ging er auch auf die akademischen Verdienste von Sievert ein. In Zeiten der Globalisierung lehrt Sievert "den jungen Studenten, wie die chinesische und westliche Kultur ineinander übergehen sollten".

Sievert war namhaft an der Herstellung der Partnerschaft zwischen dem Land Niedersachsen und der Provinz Anhui sowie zwischen den Städten Osnabrück und Hefei, der Hauptstadt der Provinz Anhui, beteiligt.

Die Sievert Baustoffgruppe ist das erste niedersächsische Unternehmen, das in der chinesischen Partnerschaftsprovinz Anhui eine Produktionsstätte errichtet hat.

Das Sievert Büro in Peking vertrat schon lange Jahre vorher die Interessen der niedersächsischen Wirtschaft in China. Im Zuge der Industrialisierung des chinesischen Wohnungsbaus wurde die Sievert Baustoffgruppe eingeladen, in der Provinzhauptstadt Hefei zu investieren. Heute ist die Baustoffgruppe mit zwei Werken in Hefei vertreten. Die Werke für Bauelemente (fdu) und für Trockenmörtel (quick-mix) wurden 2008 im Beisein des seinerzeitigen Osnabrücker Oberbürgermeisters Boris Pistorius und des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff eröffnet. Darüber hinaus unterhält die Sievert Baustoffgruppe ein Verkaufsbüro in Shanghai.

Im Jahr 2013 wurde Sievert zum Ehrenbürger von Hefei ernannt. Bereits 2009 verlieh ihm die Provinz Anhui den Huang Shan-Freundschaftspreis. Und 2014 erhielt Sievert den Xihu-Freundschaftspreis der Provinz Zhejiang, die höchste Auszeichnung, die ein Ausländer dort bekommen kann.

Seit 2002 engagiert sich Sievert als Mitglied des Beirates der Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsvereinigung e.V. (DCW). Des Weiteren ist er im Präsidium des Erich-Paulun-Instituts (EPI) tätig, das sich insbesondere für die Förderung der kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Deutschland und China einsetzt.

Der Initiative von Sievert sind auch zahlreiche Projekte im akademischen Bereich zuzuschreiben. Die Betreuung von chinesischen Studierenden in Osnabrück und Göttingen sowie zahlreicher Doktor- und Masterarbeiten chinesischer Studierender sind für Sievert ein besonderes Anliegen. Seit 2008 ist Sievert Chinabeauftragter der Universität Osnabrück. Zusätzlich ist er Lehrbeauftragter mit dem Schwerpunkt China an den Universitäten Göttingen (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät) und Tübingen (Weltethos-Institut).

Seine wissenschaftliche Reputation in China wird durch eine Ehrenprofessur der Hefei University (HU) und Gastprofessuren in Hefei an der Anhui University (Anda), der University of Science and Technology of China (USTC), in Bengbu an der Anhui University of Finance & Economics (AUFE) sowie in Peking an der Beijing Foreign Studies University (Beiwai) belegt.